Leserbriefe
Der nachfolgende Leserbrief von Frau Kantonsrätin Esther Bosshart sollte im Hinblick auf die Nationalratswahlen 2007 in den Solothurner Medien veröffentlicht werden. Das Oltner Tagblatt und die Neue Oltner Zeitung haben diesen anstandslos abgedruckt. Das Solothurner Tagblatt, die Solothurner Zeitung, sowie das Grenchner Tagblatt haben dies bis heute nicht getan. Auf der anderen Seite scheuen sich die gleichen Blätter nicht, einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten (Elvira Bader, Boris Banga, Pirmin Bischof u.a.m.) monatelang Raum für eigene Kolumnen zur Verfügung zu stellen. Auch so kann man Wahlen beeinflussen!
Ich setze auf bewährt Bürgerliches!
Als ich vor einigen Tagen das Rating der regionalen Nationalratskandidaten betreffend Wirtschaftsfreundlichkeit in einer Sonntagspostille sah, konnte ich doch fast nicht glauben, was da vor mir auf dem Tisch lag: Kurt Fluri sei der wirtschaftsfreundlichste Vertreter der Solothurner Deputation! Man muss also gegen Steuersenkungen und für die Weiterführung des Verbandsbeschwerderechtes sein, um als wirtschaftsfreundlich zu gelten. Ebenfalls zu denken geben mir auf der anderen Seite gewisse „Wirtschafts- und Bauernvertreter“ der CVP. Pirmin Bischof, „dä bringst“ heisst es doch so schön auf dessen Wahlplakat. So ist es, Pirmin Bischof hat es gebracht und als ehemaliger Bankrat die Solothurner Kantonalbank mit in den Boden gefahren! Am Ergebnis dieses „Bringens“ nagen wir finanziell noch heute. Und bauernfreundlich ist man anscheinend, wenn man, wie Elvira Bader, der Kürzung des bäuerlichen Einkommens mit der Zustimmung zur Agrarreform 2011 um jährlich 5000 Franken zustimmt!Da für mich derartige Überlegungen nicht nachvollziehbar sind, setze ich doch lieber auf Bewährtes. Auf meinem Wahlzettel stehen mit den SVP-lern Roland F. Borer und Walter Wobmann zwei Vertreter, die bisher ihre politische Linie auch nach der Wahl geradlinig eingehalten hatten! 2x natürlich!
01. Oktober 2007
Esther Bosshart, Kantonsrätin SVP, Kestenholz